Schutzgebiete

FFH-Gebiete und SPA-Gebiete

Ein europaweites Netz von Schutzgebieten - NATURA 2000 - dient der Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Langfristig soll damit die biologische Vielfalt innerhalb der Europäischen Union bewahrt werden. Dieses Schutzgebietsnetz setzt sich aus den FFH-Gebieten nach Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie von 1992 und den SPA-Gebieten (Special Protection Areas) entsprechend der Vogelschutz-Richtlinie von 1979 zusammen.

Im Naturpark befinden sich 28 FFH-Gebiete, davon zwei großräumige nur mit Teilflächen (Dahme, Kleine Elster). 18 dieser Gebiete sind gleichzeitig als Naturschutzgebiet gesichert. Sie umfassen mit 8.450 Hektar rund 14,5 Prozent der Naturparkfläche.

Hier erfahren Sie mehr über ausgewählte FFH-Gebiete im Naturpark:

Zwei SPA-Gebiete liegen nahezu vollständig (SPA Luckauer Becken, 12.239 Hektar) oder mit den zwei Teilflächen Rochauer und Babbener Heide (SPA Niederlausitzer Heide, 16.649 Hektar) zur Hälfte im Naturpark. Im Luckauer Becken sind u.a. Schwarzkopfmöwe und Brachpieper sowie in der Niederlausitzer Heide Raufuß- und Sperlingskauz sowie Schwarz- und Mittelspecht besonders zu schützen.

Landschaftsschutzgebiete   

Fünf Landschaftsschutzgebiete (LSG) von rund 310 km² Fläche gehören zum Naturpark:

  • Lausitzer Grenzwall zwischen Gehren, Crinitz und Buschwiesen

  • Calau - Altdöbern - Reddern

  • Sonnewalde - Lugkteich

  • Rochau-Kolpiener Heide

  • Bergbaufolgelandschaft Schlabendorf - Seese.

In den LSG steht die Erhaltung und Entwicklung der landschaftlichen Schönheit, Eigenart und Vielfalt im Vordergrund. Verbote beziehen sich vorwiegend auf technische Anlagen, die das Landschaftsbild und damit die Erholungseignung beeinträchtigen können.

Naturschutzgebiete 

12 Prozent (etwa 70 km²) der Naturparkfläche sind als Naturschutzgebiet (NSG) geschützt.  In den 23 NSG steht die Erhaltung, Pflege und Entwicklung von Biotopen im Vordergrund.

Überwiegend erfolgt das durch naturschonende Bewirtschaftung. In Teilgebieten ist eine direkte wirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen (Naturentwicklungsgebiete). Das betrifft z.B. einen Kiefern-Traubeneichenwald im NSG Rochauer Heide, dessen Entwicklung ohne forstliche Maßnahmen mit einem bewirtschafteten Bestand in der Nachbarschaft verglichen werden kann. Im NSG Wanninchen ist eine unbeeinflusste Bergbaukippe erhalten worden. Biologen erforschen hier seit 1991 die Wiederbesiedlung der ehemaligen "Wüste".