Schmuckes Federvieh: Silberreiher
Der Silberreiher (Egretta alba, Syn.: Casmerodius albus) ist fast überall auf der Welt zu finden. In Europa gibt es größere Vorkommen in der Ukraine und der Slowakei. In Mitteleuropa ist er überwiegend Durchzügler oder Wintergast, brütet aber auch hier. I
Der Silberreiher ist etwa so groß wie der häufigere Graureiher, im Gegensatz zu diesem aber schneeweiß. Er wirkt außerdem schlanker. Seine Nester baut er vor allem in Röhrichten von Seen, Flüssen und Fluss-Altarmen. Meist erfolgt die Brut in Kolonien.
Europäische Silberreiher sind Zugvögel, sie ziehen nach Südeuropa und Nordwestafrika. Sie rasten bevorzugt in Niederungen und an Gewässern. Von Oktober bis Februar kann man die auffälligen Vögel an unseren Gewässern entdecken, vorausgesetzt diese sind eisfrei. Die Silberreiher jagen dort Fische und größere Wasserinsekten.
Früher wurden Silberreiher wegen ihrer Schmuckfedern stark bejagt. Diese Federn waren zur Verzierung von Damenhüten beliebt. Heute gefährdet das Verschwinden von Feuchtgebieten die Bestände. Durch Mahd oder Abbrennen gehen Schilfflächen verloren, die für das Brutgeschäft wichtig sind. Angeln und Wassersport können die Vögel bei der Brut derart stören, dass diese das Nest aufgeben.
Der Silberreiher ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.
Gebiet
- Naturpark Niederlausitzer Landrücken
- Naturpark Dahme-Heideseen
- Naturpark Schlaubetal
Kategorien
- Vögel
