Wildschwein

Das Wildschwein (Sus scrofa) ist in Europa, Nordafrika und Teilen Asiens beheimatet. Das Fell des Wildschweins variiert von dunkelgrau bis braun-schwarz, ist aber stark von Jahreszeit, Region und dem Alter des Tieres abhängig. Es gibt stärker dunkel, hell oder rötlich gefärbte Tiere. Frischlinge haben helle Längsstreifen. In Mitteleuropa kann es ein Gewicht von ca. 200 kg auf die Waage bringen.

Der Lebensraum des Wildschweins sind unterholzreiche Laub- und Mischwälder. Günstig sind sumpfige Bereiche zum Suhlen. Auf Äckern ist es anzutreffen, solange es Deckung gibt. Es ist sehr anpassungsfähig und erschließt sich gut neue Lebensräume, so dringen immer mehr Tiere in die Städte vor, wo sie in Mülltonnen nach Essensresten suchen. Das Wildschwein ist ein Allesfresser. Mit seiner Schnauze kann es den Boden aufbrechen und dort nach Fressbarem suchen. Eicheln und Bucheckern werden besonders gern gefressen.

Die Paarungszeit ist im November und Dezember, bei gutem Nahrungsangebot auch ganzjährig. Im Januar und Februar kommen dann 1-8 Frischlinge zur Welt. Bachen und Frischlinge leben in Familienverbänden, Rotte genannt, zusammen. Erwachsene Keiler leben einzelgängerisch.

Aufgrund des frühen Geburtstermins und der dann meistens vorherrschenden nass-kalten Witterung sterben viele Frischlinge in den ersten Lebenswochen. Im Straßenverkehr sind Wildschweine häufiger Opfer. Sie dürfen in Brandenburg das ganze Jahr bejagt werden. Davon ausgenommen sind Bachen, diese dürfen zwischen Februar und Mitte August nicht erlegt werden. Wildschweine verursachen in der Landwirtschaft große Schäden. Das sind zum einen direkte Fraßschäden (Mais) zum anderen auch Schäden durch das Wühlen (z.B. in Getreide).

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Nuthe-Nieplitz

Kategorien

  • Säugetiere