Rauhautfledermaus

Die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) ist eine kleine, in Mitteleuropa seltene Art. In Brandenburg war sie lange Zeit nur Durchzügler. In den letzten Jahrzehnten wurden hier jedoch Wochenstuben mit vielen Tieren gefunden. Diese befinden sind vor allem im Norden und im Osten. Die Rauhautfledermaus legt auf dem Weg zwischen Sommer- und Winterquartieren weite Strecken von bis zu 1.900 km zurück.

Optimale Lebensräume für die Rauhautfledermaus sind strukturreiche Laubmischwälder mit viel Altholz und vielen Gewässern im Umland. Sie ist eine typische Waldfledermaus und bevorzugt Spaltenquartiere. Diese finden sich unter anderem in Rissen an Bäumen, aber auch flache Fledermauskästen werden angenommen. Sie jagt an strukturreichen Rändern von Gewässern und Wäldern sowie in aufgelockerten Waldbeständen. Erbeutet werden hauptsächlich Zuckmücken, kleine Käfer und Schmetterlinge.

Wie alle Fledermausarten ist sie durch Nahrungs- und Quartiersmangel bedroht. Der Einsatz von Insektiziden und der Verlust von kleinen Gewässern führen zu einem Rückgang der Insekten. Quartiersmangel entsteht vor allem durch das Entfernen von Altbäumen. Die Rauhautfledermaus steht nach Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang IV) unter Schutz.

Weitere Informationen zur Rauhautfledermaus finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.

Rauhautfledermaus

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Säugetiere
  • Natura 2000