Feuerlibelle

Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) ist eine Art mit afrikanisch-mediterranem Verbreitungsgebiet. In Europa bildet die Ostsee die nördliche Verbreitungsgrenze. Dank mehreren, relativ milden Wintern konnte sich die Feuerlibelle ausbreiten und ist mittlerweile fast in ganz Deutschland zu finden. Die Schwerpunkte in Brandenburg liegen nordwestlich von Luckenwalde, westlich von Eberswalde und zwischen Brandenburg und Rathenow.

Den Namen hat sie ihrem Aussehen zu verdanken: die Männchen sind fast komplett rot gefärbt. Der Hinterleib ist etwas verbreitert, was die Art von den Heidelibellen unterscheidet. Die Weibchen sind unauffällig ockerfarben bis hellbraun. Ihr Lebensraum sind Stillgewässer, die sich im Sommer schnell erwärmen und eine gut entwickelte Unterwasservegetation haben. In Brandenburg ist die Libelle bevorzugt an Seen, Teichen und Abgrabungsgewässern anzutreffen. Offenflächen im unmittelbaren Gewässerumfeld sind günstig, da sie sich hier sonnen kann. Die Art übersteht den Winter als Larve. Die Flugzeit erstreckt sich in Deutschland von Ende Juli bis Ende August, in südlicheren Gebieten fliegt sie der Witterung entsprechend länger.

Die Ausbreitung der Feuerlibelle nach Norden ist vermutlich auf den Klimawandel und die (im Durchschnitt) gestiegenen Temperaturen zurückzuführen. Sie gilt als nicht gefährdet. Die Feuerlibelle zählt zu den nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Libellen