Neues Leben für die Alte Tränke – Kleingewässer wiederhergestellt

Die „Alte Tränke“ am Ortsrand von Bergen, zuletzt ein trockenes und von Brennnesseln überwuchertes Loch, ist wieder als Kleingewässer hergestellt. Das Projekt wurde vom Flächeneigentümer mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und mit fachlicher Begleitung des Naturparks Niederlausitzer Landrücken umgesetzt.

Noch kahl und unbewachsen liegt sie am Rand des Luckauer Ortsteils Bergen: die neue „Alte Tränke“. Die wahrscheinlich schon in der Gründungszeit des Ortes durch Abgrabung einer Quelle angelegte Viehtränke war immer auch Lebensraum für verschiedene Frösche, Molche, Kröten und Libellen. Dann kam das Wasser aus der Leitung und der kleine Weiher wurde Angelteich.

Die eingesetzten Fische dezimierten die Wasserbewohner; Froschlaich und Kaulquappen hatten fortan keine Überlebenschance. Die Bemühungen zur Abdichtung des Gewässers mit den steilen Ufern und der flachen Vieheintriebsstelle gingen ins Leere. Seit etwa zehn Jahren war die Alte Tränke nur noch eine schnell austrocknende Pfütze zwischen Schilf und Brennnesseln, und kaum mehr erkennbar. Dafür blieb die angrenzende Wiese immer nass.

Nun wurde das Kleingewässer mit flacheren Ufern, einer abdichtenden Tonschicht und einer Überlaufrinne wiederhergestellt. Die Sanierung erfolgte auf private Initiative, unterstützt und begleitet durch den Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Es ist für den Naturpark das erste Geschenk zu seinem 25-jährigen Bestehen. Denn diese speziellen Feuchtlebensräume unterliegen aktuell einem starken Schwund und mit ihnen die darauf angewiesenen Pflanzen- und Tierarten. Dem entgegenzuwirken, ist eine der vielen Aufgaben der Naturparkverwaltung.

Die benötigten Mittel in Höhe von rund 17.000 Euro für das auf mindestens 25 Jahre als Gewässer für Natur- und Artenschutz festgesetzte Projekt förderte die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg mit Ersatzzahlungen für die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft an anderen Orten. Ergänzt wurden die Mittel durch Eigenleistungen des Ausführenden, unter anderem Baumfällungen, Schilfmahd und Schaffung der Baufreiheit.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Meldung vom 09.02.2022