Wasserfledermaus

Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) verdankt ihrem Namen dem speziellen Jagdverhalten. Sie fliegt schnell über die Oberfläche von Seen, Teichen und langsam fließenden Gewässern. Die Beutetiere werden direkt mit dem Mund aufgenommen oder der wie ein Kescher wirkenden Schwanzflughaut direkt in den Mund befördert. Mit ihren großen Füßen kann sie ebenfalls Beute fangen. Sogar kleine Fische werden von ihr erbeutet. Hauptbestandteil ihrer Nahrung sind aber Zuckmücken, Köcher- und Eintagsfliegen.

Für die Wasserfledermaus sind gewässernahe Wälder als Sommerquartiere wichtig. Hier ist sie vor allem in Baumhöhlen an Lichtungen und Waldrändern anzutreffen. Es werden mehrere, nah beieinanderliegende Quartiere bewohnt, die regelmäßig gewechselt werden. Als Winterquartieren werden feuchte Stollen, Bunker und Keller genutzt.

Die Wasserfledermaus kommt in ganz Deutschland vor und ist auch in Brandenburg überall nachgewiesen. Stellenweise ist sie hier sogar häufig. Da die Sommerquartiere fast ausschließlich in Baumhöhlen zu finden sind, ist die Wasserfledermaus vor allem durch die Entfernung dieser Höhlenbäume gefährdet. Sie ist nach Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang IV) geschützt.

Weitere Informationen zur Wasserfledermaus finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.

Wasserfledermaus

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Natura 2000
  • Säugetiere