Rohrweihe

Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) ist in ganz Europa heimisch, sie fehlt nur in Island und in großen Teilen Skandinaviens und Großbritanniens. Sie kommt in Deutschland in allen Bundesländern vor, jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Im Norden und Osten gibt es ein fast geschlossenes Vorkommen. Je weiter westlich und südlich man kommt, desto mehr nimmt die Verbreitung ab. In Bayern gibt es noch größere Vorkommen in Franken und an der Donau.

Der Lebensraum der Rohrweihe sind offene Feuchtgebiete mit dichter Vegetation. Sie gilt als Charakterart der großflächigen Röhrichte. Die Nester werden in dichten Schilf- und Röhrichtbeständen angelegt, zunehmen findet man sie auch auf Getreide- und Rapsfeldern. Sie jagt in Schilfgebieten mit angrenzenden Wasserflächen, in Verlandungszonen und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Zu ihrer Beute gehören vor allem Singvögel, aber auch junge Wasservögel. Mitteleuropäische Tiere überwintern im Mittelmeerraum und in Westafrika.

Grundwasserabsenkung und Entwässerung der Feuchtgebiete führen zur Veränderung und zur Zerstörung der Lebensräume der Rohrweihe. Durch von Freizeitaktivitäten verursachte Störungen beeinträchtigen die Qualität der Brutplätze. Die Rohrweihe ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Nuthe-Nieplitz

Kategorien

  • Vögel