Drehnaer Weinberg und Stiebsdorfer See

Der Weinbau währte hier nur bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Traubensaft war nicht begehrt, er schmeckte viel zu sauer. Der Weinberg bei Bergen gehörte zur Herrschaft Fürstlich Drehna. Hier befand sich ein Winzerhaus, eine Weinpresse und ein Lusthaus. Nach Aufgabe des Weinbaus wurde die Fläche landwirtschaftlich genutzt. 1985 fiel ein Teil dem Braunkohlentagebau zum Opfer. Heute erstreckt sich am Fuße des Weinberges ein Tagebausee, der den Namen des in der Nähe abgebaggerten Ortes trägt: der Stiebsdorfer See. Das Wasser des relativ kleinen Sees ist stark sauer. Pflanzen und Tiere werden sich nur sehr langsam ansiedeln. Selbst die höher gelegenen mageren Böschungen werden lange Zeit als Trockenrasen „nur“ den Spezialisten Lebensraum bieten. Oberhalb des Sees hat sich ein naturnaher alter Buchenwald erhalten, der jetzt dauerhaft ohne wirtschaftliche Nutzung bleiben soll. Interessant ist auch der Drehnaer Weinberg. Tier- und Pflanzenkundler spür(t)en hier seit dem 19. Jh. Arten auf, die andernorts selten sind. Trotz veränderter Nutzung und Wasserabsenkung weisen sowohl die feuchten Standorte als auch die Halbtrockenrasen noch floristische Besonderheiten auf. 

BfN - Lebensraumtypen und Arten

Kartenskizze (PDF)

Beobachtungstipps im Herbst

Adresse

Bergen
15926 Luckau

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • FFH-Gebiet