Moorschutz und Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts im „Tannenbusch Groß Mehßow“

Das Naturschutzgebiet „Tannenbusch und Teichlandschaft Groß Mehßow“ lebt von der Grundwasserneubildung sandiger Hänge auf einer geneigten Tonplatte. Die Teiche im nordöstlichen Teil haben die lange Zeit der bergbaulichen Grundwasserabsenkung – im Gegensatz zu anderen Teichen im Naturpark – gut überstanden. Doch ein anderes Problem macht(e) ihnen zu schaffen. Forstliche Melioration sollte Anfang der 1970er Jahre die moorigen Standorte bewirtschaftbar machen. Mit tiefen Gräben wurde das Wasser gesammelt und, zum Teil an den Teichen vorbei, in die Agrarlandschaft abgeleitet.

Seit 2013 gehören Teile des Naturschutzgebiets zum Nationalen Naturerbe, einer Aktion der Bundesrepublik mit dem Ziel, wirtschaftlich unbeeinflusste Landschaftsausschnitte zu entwickeln. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg ist als neuer Eigentümer an der Wiederherstellung natürlicher Abflussverhältnisse interessiert.

Als Ersatzmaßnahme für die Errichtung von Windenergieanlagen gelang es in drei Projektbereichen, Moore durch Grabenverschlüsse wieder zu vernässen, tiefe Gräben in der Sohle anzuheben und das flache, die Teiche speisende Fließsystem wieder zu aktivieren.

Als wichtigster Standortfaktor der hier heimischen Niederlausitzer Tieflandfichte ist ein kühl-feuchtes Klima mit oberflächennahem und bewegtem Grundwasser bekannt. Die Projekte haben das Gebiet wieder in kleinen Teilen diesem Anspruch nähergebracht.

 

Ein Graben zieht sich durch einen Birkenwald. Vorn ist er zugeschüttet worden.
Ein Damm aus groben Steinen, zwischen denen Gras wächst, führt in den Wald. In einer Rinne quer Wasser den Damm.