Schmuckes Federvieh: Silberreiher

Der Silberreiher (Egretta alba, Syn.: Casmerodius albus) ist fast überall auf der Welt zu finden. In Europa gibt es größere Vorkommen in der Ukraine und der Slowakei. In Mitteleuropa ist er überwiegend Durchzügler oder Wintergast, brütet aber auch hier. 2012 gab es in Mecklenburg-Vorpommern den ersten Brutnachweis für Deutschland. In Brandenburg ist der Reiher als Durchzügler und Wintergast anzutreffen.

Der Silberreiher ist etwa so groß wie der häufigere Graureiher, im Gegensatz zu diesem aber schneeweiß. Er wirkt außerdem schlanker. Seine Nester baut er vor allem in Röhrichten von See, Flüssen und Altarmen, meistens werden dazu Kolonien gebildet. Europäische Tiere sind Zugvögel und ziehen nach Südeuropa und Nordwestafrika. Sie rasten bevorzugt in Niederungen und an Gewässern. Von Oktober bis Februar kann man die schneeweißen Vögel an unseren Gewässern antreffen, vorausgesetzt diese sind eisfrei, denn dort jagen sie Fische und größere Wasserinsekten.

Früher wurden Silberreiher wegen ihrer Schmuckfedern stark bejagt. Diese Federn zierten dann Damenhüte. Heute gefährdet der Verlust der Feuchtgebiete die Bestände. Durch Mahd oder Abbrennen gehen Schilfflächen verloren, die für das Brutgeschäft wichtig sind. Störungen durch Freizeitaktivitäten, wie Angeln und Wassersport, können zur Aufgabe der Brut führen. Der Silberreiher ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel