Raufußkauz

Der Raufußkauz (Aegolius funereus) hat seinen Namen den befiederten Füßen zu verdanken, mit denen er gut an kalte Witterung angepasst ist. In Deutschland ist das Vorkommen sehr zerstreut, es gibt ihn in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bremen und Berlin. Ein größeres, zusammenhängendes Vorkommen erstreckt sich vom Osten Nordrhein-Westfalens über große Teile Hessens, Südthüringen bis in den Süden Sachsen-Anhalts. Weitere Vorkommen liegen in Niedersachsen zwischen Weser und Elbe, am Oberrhein und in Bayern. Der Raufußkauz ist schwer zu erfassen (singt wenig, unzugängliche Brutgebiete), daher gibt es in der Erfassung Lücken.

Er gilt als Vogel der nördlichen Nadelwälder. In Mitteleuropa werden die Mittelgebirge und die Alpen besiedelt. Zunehmen ist er aber auch in Tieflandgebieten anzutreffen. Bedingung für das Vorkommen ist ein ausreichendes Höhlenangebot (häufig Schwarzspechthöhlen) und ein gewisser Strukturreichtum. Auch reine Buchenwälder und monotone Fichtenforste mit künstlichen Nisthilfen werden besiedelt. Die Altvögel sind Standvögel, während die Jungvögel zum flächigen Herumstreifen neigen. Seine Nahrung jagt der Raufußkauz von Warten aus, sie besteht größtenteils aus Nagetieren.

Die Art leidet unter dem Habitatverlust durch intensivere Forstwirtschaft. Dazu gehören Maßnahmen wie kürzere Umtriebszeiten und die Entfernung höhlenreicher Altbestände. Auch die Zerschneidung der Lebensräume wirkt sich negativ auf. Der Raufußkauz ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel