Vielfalt in Grün-Weiß – die Birke

Birken gehören zu den winterhärtesten Laubbäumen und sind sehr anspruchslos. Als weit verbreitete Pionierbaumart besiedelt sie mit als eine der ersten Waldlücken, Ödland und Brachen. Schon nach sechs Jahren können sie eine Wuchshöhe von bis zu sieben Metern erreichen. Unter ihrem Schutz können Eiche & Co. dann viel leichter, „Fuß fassen“.
Die auffallende weiße Färbung der Rinde ist das markanteste Erkennungsmerkmal des bei uns so weit verbreiteten Laubbaumes. Verantwortlich dafür ist der Stoff Betulin, der in der Rinde enthalten ist. Er schützt den Baum vor Schädlingsbefall, extremen Temperatu-ren und zu starker Sonneneinstrahlung. Zudem macht er die Rinde wasserundurchlässig und sorgt somit dafür, dass die Birke nicht so schnell austrocknet.
Sie ist Lebensraum für viele Tiere. Rund 200 Insektenarten haben sich an diesen speziel-len Baum als Wohnraum und Nahrungsquelle angepasst. Auch viele Vogelarten leben von und mit der Birke: Einige Namen, wie Birkenzeisig und Birkhuhn, weisen darauf hin. Mit verschiedenen Pilzen geht die Birke eine Symbiose ein. So findet man den Birken-Röhrling, den Birken-Reizker und auch den Fliegenpilz oft in der Nähe des Baumes.
Jetzt im Frühjahr erwacht die Birke wieder aus der Winterruhe – und das können Sie hö-ren! Mit den länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen beginnt der Saft, das Birkenwasser, in den Leitungsbahnen des Stammes in Richtung Krone zu schießen. Legen Sie also an einem sonnigen Tag einmal Ihr Ohr an einen Birkenstamm und lauschen Sie dem Glucksen und Rauschen. Falls Sie nichts hören können, kann ein Stethoskop helfen, den Klang der Birken zu erleben.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Meldung vom 23.04.2021