Preisträger des Naturpark-Fotowettbewerbs

Rund 80 beeindruckende Nahaufnahmen aus der Insektenwelt waren von 24 Amateurfotografen und -fotografinnen im Rahmen des Naturpark-Fotowettbewerbs eingereicht worden. Die Fotos brachten kleine und winzige Krabbeltiere ganz groß raus und vermitteln einen kleinen Eindruck der Farben- und Formenvielfalt der Insektenwelt. Sie zeigen farbenfrohe Schmetterlinge, gut getarnte Käfer, Wanzen, Fliegen, Hornissen und mehr.

Die Wettbewerbsjury, bestehend aus Mitarbeitern der Naturparkverwaltung, der Heinz Sielmann Stifutng und eines Berufsfotografen, kürte folgende Fotos zu den Preisträgern:

Gewinner: "Zweizähnige Dornwanze mit Beute" von Andreas Freitag
2. Preis: "Wasserläufer" von Edelgard Regel
3. Preis: "Kampf der Giganten" von Karl-Heinz Marschner
Sonderpreis: "Mondreflexion" von Michael Stromowsk
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Herzlichen Glückwunsch!

Zum Siegerfoto wurde das Bild "Zweizähnige Dornwanze mit Beute" von Andreas Freytag aus Lugau gekürt. Herr Freytag hat eine nur 1 oder 1,5 cm große, braune Wanze beim Beutezug aufgenommen. Mit ihren zwei Spitzen am Halsschild wirkt das Insekt ohnehin wie aus einer anderen Welt. Die Wanze hat ihren Saugrüssel gerade in eine Raupe gebohrt. Das Bild gibt uns einen kleinen Einblick in den täglichen Kampf ums Leben, um das Fressen und Gefressenwerden – von dem wir Menschen in der Regel nichts bemerken. Mit weiteren Makroaufnahmen hat der Fotograf weitere erstaunliche Kreaturen eindrucksvoll und technisch perfekt abgebildet: eine Kamelhalsfliege bei der Morgentoilette und eine Skorpionsfliege – Wesen, welche viele wohl noch nie gesehen haben!

„Wasserläufer“ bringen Edelgard Regel aus Doberlug-Kirchhain den 2. Preis. Die 1 bis 2 cm großen Wasserläufer sieht man oft über stehende Gewässer flitzen. Die kleinen Wanzen erbeuten kleinere Tiere, die auf die Wasseroberfläche fallen. Mit ihren Vorderbeinen nehmen sie deren Zappeln wahr… Das Bild zeigt jedoch nicht Wasserläufer beim Fressen, sondern bei der Paarung. Erst, wenn man genauer hinsieht, wie Frau Regel, erkennt man, nicht 4 sondern 6 Tiere. Zwei Männchen sitzen auf dem Rücken der Weibchen...

Für den „Kampf der Giganten“ verdient Karl-Heinz Marschner aus Lübbenau den 3. Preis. Herr Marschner hat eine unserer größten Libellen – die Kleine Königslibelle (Flü-gelspanne 11 cm) – bei der Jagd festgehalten. Bekanntlich sind Libellen Luftakrobaten und leben räuberisch – sie erbeuten andere Insekten im Flug. Ihre Beutetiere sind oft nur wenig kleiner als sie. Das zeigt auch das Foto. Hier hat die Kleine Königslibelle eine andere Libelle (Spitzenfleck) überwältigt.

Michael Stromowski aus Luckau erhält für „Mondreflexion“ den Sonderpreis. Star seines Fotos ist eine Florfliege – ein zartes, eher unscheinbares Insekt. Ihren Namen verdanken die Tiere der gewebeartigen Struktur ihrer Flügel, die ansonsten durchsichtig sind. In der Gegenlichtaufnahme von Herrn Stromowski entfalten die Flügel plötzlich eine zauberhafte Wirkung und verleihen der Florfliege eine märchenhafte Anmutung. Das monochrome Bild ist ein richtiger „Hingucker“. Herzlichen Glückwunsch!

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Meldung vom 24.04.2020