Habitatverbesserungen für die Rotbauchunke

Anlass der Projekte war die starke Gefährdung der für Brandenburg ehemals charakteristischen Rotbauchunke (Bombina bombina). Habitatzerstörungen in Folge der Einführung industriemäßiger Produktionsmethoden der Landwirtschaft in der DDR der 60er und 70er Jahre sowie die erheblichen Grundwasserabsenkungen in Folge des Braunkohletagebaus wirkten sich gravierend auf die Lebensräume – kleine Tümpel und zeitweise fischfreie Kleingewässer – aus.

Der hohe europäische Schutzstatus als prioritäre Art der FFH-Richtlinie ermöglichte die Verwendung von Fördermitteln der EU unter Ergänzung durch Mittel der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg. Als Träger der Maßnahmen konnten die örtlich zuständigen Wasser- und Bodenverbände gewonnen werden.

Die Habitat verbessernden Maßnahmen beinhalteten Erhaltungs- und Gestaltungsarbeiten an bestehenden Teichanlagen, Wiederherstellung und Erweiterung von Kleingewässern sowie die Herstellung von Amphibienleit- und Wandereinrichtungen an Straßen. Natürlich profitieren viele andere Amphibien (z.B. Laubfrosch) und Insekten wie Libellen ebenfalls sehr von den neugeschaffenen oder wiederhergestellten Strukturen.

Rotbauchunke im Wasser mit aufgeblähter Kehle, die Oberseite ist grau, an der Unterseite sieht man das gelbe Fleckenmuster