Orte

Fürstlich Drehna

Nach historischem Vorbild gepflasterte Straßen führen zum überregional bekannten Wasserschloss (inzwischen ein Hotel), das von einem der schönsten Landschaftsparks im Süden Brandenburg umrahmt ist. Den Marktplatz säumen das ehemalige Gärtnereihaus mit der Naturpark-Info, die Dorfkirche, die Alte Schule und der Historische Gasthof „Zum Hirsch“ mit Biergarten und seinem außergewöhnlichen Saal. Die Brauerei neben dem Schloss produziert seit mehr als 200 Jahren Bier und alkoholfreie Getränke. Die Teichwirtschaft hegt Karpfen und Hechte in den umliegenden Teichen. Eine funktionstüchtige Bockwindmühle steht auf dem Mühlenberg, der einen weiten Blick über den Ort und den Drehnaer See, in dem künftig gebadet werden darf, ermöglicht. Das idyllisch eingebettete historische Dorfensemble bietet Raum für erholsame Tage – abgesehen von den jährlichen Motocross-Wettkampf-Veranstaltungen (im April), die traditionell tausende Besucher in den Ort locken.

Luckau  

Auch in Luckau kann man auf historischem Pflaster wandeln. Der mittelalterliche Stadtkern mit Kirchen und Kloster, Marktplatz und engen Gassen ist fast vollständig von der Stadtmauer und dem Stadtgraben umgeben. Den Markt schmücken barocke Giebelhäuser.
Das Niederlausitz-Museum hat mit seiner Ausstellung die Kulturgeschichte der einstigen „Perle der Niederlausitz“ und des Umlandes aufgearbeitet. Ein weiterer Ausstellungsteil widmet sich dem Strafvollzug, denn das Museum liegt auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses – ebenso wie die Kulturkirche, die einen passenden Rahmen für diverse Veranstaltungen bietet.
Die „Brandenburgischen Sommerkonzerte“ finden in der weithin sichtbaren Nikolaikirche statt. Viele Gärten und Parkanlagen bereichern das Bild der Stadt und verknüpfen diese mit dem grünen Umland. Feste Termine im Veranstaltungskalender der Stadt sind z.B. das Tulpenfest (April), die Leistungsschau (April) und die Keller- und Kirchennacht (September).

Altdöbern

Glanzstück der Stadt ist das Barockschloss- und Parkensemble. Das Schloss wird noch saniert, doch durch den barocken Garten mit Skulpturen und Wasserspielen sowie den Landschaftspark mit dem großen Salzteich kann man zu jeder Jahreszeit schlendern. Die restaurierte Orangerie steht Gästen als Restaurant offen. Die „Parksommerträume“ im August nutzen die Kulisse für ein reiches Kulturangebot. Der Kirchturm auf dem parkähnlichen Markt ruft mit dem größten Stahl-Glockengeläut in Brandenburg zum Gottesdienst und ist weit über den Altdöberner See bis zum Künstlerdorf Pritzen zu sehen.

Calau

Ein Witze-Rundweg führt durch die Kleinstadt, denn sie wähnt sich als Geburtsort des Kalauers (damals hieß sie Kalau). Weltbekannt war sie tatsächlich im 19. Jh. durch das Schuhmacherhandwerk. Die Schuster sollen, um sich bei nächtlicher Arbeit wachzuhalten, viele Geschichten erzählt und Wortspielereien erdacht haben, die über die Berliner Satirezeitschrift Kladderadatsch verbreitet wurden. Heute gibt es hier keine Schuster mehr. Das Rathaus aus dem 19. Jh. prägt den Marktplatz. Wenige Schritte entfernt erhebt sich die Stadtkirche, deren Kirchturm nach Voranmeldung erklommen und der Ausblick aus 37 Metern Höhe genossen werden kann. Das Heimatmuseum in der Alten Mädchenschule bewahrt Zeugnisse der Geschichte der Stadt; im Haus der Heimatgeschichte widmet sich eine Sonderausstellung Carl Anwandter, dem bedeutendsten Sohn von Calau.