Bauwerke

Slawische Burgen

Die einstigen Standorte von 20 slawischen Burgen sind im Naturpark bekannt (zwischen der Dahme und Cottbus sind es mehr als 40). Diese Burgen waren von einem Holzgerüst und Steinen gestützte Erdwälle, die als Fluchtburgen dienten. Im Laufe der Zeit stürzten die Wälle ein, wurden abgetragen oder überpflügt. Auf dem Schlossberg Luckau thront heute eine Gaststätte. Der Burgwall Tornow wurde im Zuge des Aufschlusses des Tagebaus Schlabendorf-Nord eingehend untersucht, die gewonnen Erkenntnisse fanden Eingang in die Ausstellung der rekonstruierten Slawenburg bei Raddusch.

An einigen Orten ist die Dimension der einstigen Burgwälle noch zu erahnen: Westlich von Freesdorf, am Rande des Moorgebietes „Borcheltsbusch“ erhebt sich ganz markant der Luckau-Freesdorfer Burgwall. Eine Einkerbung im fast vollständigen Ringwall verweist auf den einstigen Eingang. Eine Besonderheit ist dort der zweite, sogenannte Vorwall. Er lässt vermuten, dass es sich um eine bedeutende Burg gehandelt haben muss.  Der Freesdorfer Borchelt zählt zu den Zentralen Archäologischen Orten der Niederlausitz.

Als baumbestandene Inseln inmitten von Ackerflächen sind die Burgwälle nördlich von Groß Jehser, nördlich von Riedebeck gut zu erkennen. Auch westlich von Zieckau, östlich von Langengrassau und am Nordrand von Uckro sind die Erhebungen auszumachen.

Kirchen

Die meisten der 47 Kirchen im Naturpark stammen aus dem 13./14. Jh. und sind Findlingsbauten. In Zeiten häufiger kriegerischer Auseinandersetzungen erfüllten sie mit ihrem dicken Mauerwerk und ursprünglich kleinen Fenstern eine gewisse Schutzfunktion – und Findlinge gab es in der Region reichlich. Besonders imposant ist die Nikolaikirche, die sich mit 41 Metern Höhe und ihren zwei Türmen über die Stadt Luckau erhebt.

Die ältesten Kirchen des Naturparks stehen in Waltersdorf und Riedebeck. Einzigartig ist wohl der Kirchturm des Walddrehnaer Gotteshauses: Er ruht auf zwei Säulen und wird von einem kegelförmigen Helm gekrönt.

Bis auf wenige Ausnahmen stehen alle Kirchen unter Denkmalschutz. Bei telefonischer Voranmeldung können die Kirchen besichtigt werden. Informationen hierzu erteilt der Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz: Tel.: +49(0) 35454 393 www.kirchen-luckauer-niederlausitz.de.

Anlässlich einer Reihe von Veranstaltungen öffnen viele Kirchen zu bestimmten Terminen ihre Türen: Veranstaltungsplan

Feldsteinbauten

Neben vielen Kirchen wurden auch zahlreiche Profanbauten aus Feldsteinen errichtet. Besonders in Orten am Landrücken stehen noch heute Scheunen, Wohnhäuser, Mauern und Hoftore aus diesen kleinen Findlingen, die hier dank der Eiszeit in großen Mengen zu finden waren. In den Plinsdörfern Gosda, Zwietow und Weißag sowie in Gollmitz sind besonders viele Feldsteinbauten erhalten geblieben und in jüngster Zeit von den Besitzern renoviert worden.

Mühlen

Entlang der Dahme gab es eine Vielzahl von Wassermühlen. Und auch an vom Landrücken hinunterrauschenden Bächen, wie dem Gehren-Goßmarer Mühlenfließ nutzte man die Kraft des Wassers, um Getreide zu mahlen, Öl zu pressen und Sägewerke zu betreiben.

Nur wenige Mühlen haben sich bis heute erhalten, wie die Vordermühle Krossen, die Kanowmühle Sagritz (beide an der Dahme) und die Alte Mühle (in Zwietow). Diese sind jedoch nur mit Anmeldung zu besichtigen. In der Dammühle (Dahme), der Goßmarer Wassermühle und an weiteren Standorten engagieren sich „Jungmüller“ um die Sanierung der Bauwerke und die Nutzung der umweltfreundlichen Energie. Historische Bockwindmühlen (in privater Nutzung) gibt es noch bei Falkenberg und Calau. Der Windmühle bei Gosda wurden die Flügel demontiert, sie beherbergt ein Bauernmuseum und kann nach Anmeldung besichtigt werden. Auch die Windmühlen in Fürstlich Drehna und Luckau stehen Gästen offen – allerdings nur zu Veranstaltungen oder nach Anmeldung.

Herrenhäuser

Die Schlösser von Fürstlich Drehna und Altdöbern sind durch das Engagement der Brandenburgischen Schlössergesellschaft über die Region hinaus bekannt. Während Altdöbern zurzeit noch saniert wird, kann man in den Räumen das Wasserschlosses Fürstlich Drehna als Hotelgast umherwandeln.

Vom Schloss Sonnewalde ist nur das sogenannte Vorderschloss erhalten, darin ist eine Heimatstube untergebracht. Daneben gibt es eine Reihe gut erhaltener Herrenhäuser in Privatbesitz, die nicht für Besucher geöffnet sind (z.B. Beesdau, Zinnitz, Groß Jehser).

Vom Schloss Bornsdorf zeugen die Reste der Grundmauern und der sanierte Turm. Wer einen Blick von der knapp 20 Meter hohen Aussichtsplattform werfen will, kann sich in „Döckes Restaurant“ (Dorfstr. 14) den Schlüssel holen.